Das chemische Element "Natrium" hat nicht nur im Schulunterricht seinen festen Platz, sondern ist auch in zahlreichen Verbindungen im Alltag anwesend. Ein kleiner Überblick.
Natrium ist ein chemisches Element
Natrium ist ein sehr weiches, gut schneidbares Metall. Allerdings haben nur frisch geschnittene Stücke den für Metalle charakteristischen Silberglanz. Das Element läuft an der Luft schnell grau an (Oxidschicht). Natrium muss in Petroleum aufbewahrt werden, die Glasflaschen mit in dieser Flüssigkeit schwimmenden Natriumbrocken kennt wohl jeder noch aus seiner Schulzeit. Natrium hat im Periodensystem der Elemente die Ordnungszahl 11, sein Atomkern enthält also 11 Protonen, die Elektronenhülle enthält 11 Elektronen. Natrium befindet sich in der 1. Gruppe, das heißt, das Element gehört zu den Alkalimetallen (wie auch Kalium und Cäsium beispielsweise). Charakteristisch für Alkalimetalle ist, dass sie mit nur einem Außenelektron sehr reaktionsfreudig sind. So reagiert Natrium mit Wasser (Luftfeuchtigkeit!) sehr heftig; schon kleinste Stückchen Natrium auf Wasser sind ein interessanter und beliebter Schauversuch in der Schule. Dabei entstehen Natriumhydroxid (NaOH) und Wasserstoff (H). Wegen der hohen Reaktionsfreudigkeit kommt Natrium (wie alle Elemente der Alkaligruppe) in der Natur nur in chemischen Verbindungen, nicht jedoch als reiner Stoff vor. Die chemische Darstellung erreicht man beispielsweise durch Elektrolyse.
Diese wichtigen Natriumverbindungen sollten Sie kennen
Am bekanntesten ist zweifelsohne Natriumchlorid (NaCl), im Alltag als Kochsalz, bekannt. Nach der Oktettregel verbindet sich hier ein Natriumatom mit seinem einzigen Außenelektron mit einem Chloratom, das sieben Außenelektronen besitzt. Wird Natriumhydroxid (NaOH) in Wasser gelöst, entsteht die bekannte Natronlauge. Unter Neutralisation mit Salzsäure (HCl) bilden sich das Salz NaCl sowie Wasser. Interessant ist auch Natriumcarbonat (Na2CO3), besser bekannt als Soda. Diese Verbindung kommt natürlich in Salzseen vor (z. B. in Ostafrika) und wird für die Herstellung von Glas, Seife und Waschmitteln benutzt. Und Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) ist Bestandteil eines allseits bekannten Backtreibmittels, dem Backpulver. Beim Erwärmen spaltet sich Kohlendioxid (CO2) ab, das den Teig auftreibt.