Lohnt sich die Nachrüstung einer SSD in einem Notebook? Klares Ja! Allerdings müssen vorher einige Geräteeigenschaften geprüft werden, um dieses Power-Tuning auch wirklich problemlos durchführen zu können.
Die klassische Festplatte (HDD = Hard Disk Drive) als Massenspeicher hat es in mobilen PCs immer schon schwer gehabt. Sie ist empfindlich gegen Erschütterungen, erzeugt erhebliche Abwärme und die Leistung lässt mit steigendem Füllgrad spürbar nach. Einzig die hohe Speicherkapazität spricht für die HDD, doch hier holen SSDs (Solid State Drives) rasant auf, zudem sind die Kapazitäten der 2,5-Zoll-Notebook-Festplatten bedeutend kleiner als die der 3,5-Zoll-Laufwerke für den Desktop-Einsatz.
Für viele Notebook-Anwender ist daher eine berechtige Frage, ob anstelle eines Geräteneukaufs nicht ein Austausch der HDD gegen eine SSD das besten Tuning bietet, denn auch in neuen Notebooks haben SSDs bislang nur einen geringen Marktanteil. Die Vorteile dieses Tunings sind bestechend: Die Akkulaufzeit nimmt spürbar zu, das Notebook wird leiser und erzeugt weniger Abwärme. Zudem nimmt die Empfindlichkeit gegen Erschütterungen drastisch ab, weshalb SSDs auch zuerst bei militärischen „Anwendungen“ zum Praxiseinsatz kamen.
Das Aufrüsten von Notebooks mit einer SSD ist allerdings nicht ganz so unkompliziert, wie das bei Desktop-PCs der Fall ist. Gründe gibt es hierfür mehrere, die vor einem Kauf bei dem Notebook konkret zu prüfen sind. Dabei hilft folgende Checkliste:
[x] Die Standard-Baugröße für Notebook-Festplatten ist 2,5 Zoll. Das heißt jedoch keineswegs, dass jede 2,5-Zoll-SSD mechanisch in jedes Notebook passt. Zum einen sind manche tragbaren Rechner sogar mit noch kleineren Massenspeichern ausgestattet (1,8-Zoll-Laufwerke), zum anderen kann sich die Bauhöhe des Laufwerks unterscheiden.
[x] In manchen Notebooks ist das HDD-Laufwerk in einem speziellen Einbaurahmen montiert. In diesen Fällen muss die SSD also in den Einbaurahmen passen. Am besten also vor einem Kauf genau die Abmessungen kontrollieren.
[x] Absolute Voraussetzung ist darüber hinaus das Vorhandensein der SATA-Schnittstelle. Alte Notebooks, in denen die Festplatte noch mit Parallel-ATA per Flachbandkabel angeschlossen ist, scheiden für eine solche Nachrüstung aus. Zwar bietet der Zubehörhandel spezielle Adapter an, die sowohl das Datenkabel als auch die Stromversorgung passend für den Notebook-Anschluss umsetzen, in einem Notebook ist aber in aller Regel gar kein Platz für die Unterbringung der Adapter.
[x] Zu guter Letzt spielt noch das Betriebssystem eine Rolle. Alle Windows-Versionen vor Windows 7 unterstützten SSDs nicht für einen optimalen Betrieb, es muss also mindestens Windows 7 eingesetzt werden.